Karriere

Wichtigste Erfolge:

2014: 16. Tour de Romandie, 9. Bayern Rundfahrt, 18. Tour de Suisse, 32. Tour de France
2013: 10. Tour de Romandie, 7. Volta a Portugal, 7. Bayern Rundfahrt, 10. Tour of Britain  
          2. GP Cholet, 1. Berner Rundfahrt
2012: 8. Österreich Rundfahrt, 15. Ster ZLM Tour
2011: 2. SM Zeitfahren, 11. Slovenien Rundfahrt, 13. Österreich Rundfahrt,
         19. Tour de Romandie, 33. Giro d’Italia
2010: 8. Tour de Romandie, 38. Giro d’Italia
2009: 5. SM Zeitfahren, 18. Tour de Romandie
2008: 1. Fleche du sud, 1. SM Zeitfahren, 1. SM Berg, 2. SM Strasse, 4.WM Zeitfahren,
          4. Thüringen Rundfahrt, 6. Tour de l’Avenir
2007: 2. SM Zeitfahren, 3. Mainfranken Tour, 5. Rund um den Henninger Turm
2006: 1. 1-Etappe Vuelta a Goierri, 2. SM Berg, 5. GP Tell, 10. Thüringen Rundfahrt
2005: 1. Frauenfeld, 3. Freccia dei vini, 5. Mainfranken Tour
2004: 1. SM Strasse, 1. GP Lausanne, 2. SM Zeitfahren, 3. GP Rüebliland, 20. Weltcup
2003: 6. SM Berg, 11. SM Strasse, 33. Radquer EM Tabor
2002: 1. Radquer Russikon, 5. Nat. Jahresklassement
2001: Kantonalmeister

Karrierenverlauf:

Pro-Continental 2014, IAM Cycling

In der zweiten Saison bei IAM Cycling wollte ich an die Erfolge von 2013 anknüpfen und endlich wieder einmal bei einer 3-wöchigen Rundfahrt starten. Das erste Ziel erreichte ich nicht doch das zweite schon. Die Tour de France war nebst der Tour de Suisse DAS Highlight der Saison wenn nicht sogar meiner Karriere. Wie gesagt waren es nicht die Resultate sondern die Teamarbeit und die Erlebnisse welche die beiden Rennen unvergesslich machen. Ich entdeckte für mich die Rolle als “Edel-Helfer”. Es war eine Freude für meinen langjährigen Freund Mathias Frank zu arbeiten. Lieder musste er die Tour de France aufgaben und ich konnte auf eigene Rechnung fahren. So erreichte ich den 32. Gesamtrang. Leider musste ich die Saison bereits nach der Tour beenden.

2. Etappe

Pro-Continental 2013, IAM Cycling

Bei dem neu gegründeten Team IAM Cycling blühte ich so richtig auf. Ich fuhr konstant auf einem hohen Niveau und erreichte bei der Tour de Romandie die Top10. Auch die Tour of Britain, die Portugal Rundfahrt und die Bayern Rundfahrt beendete ich in den Top10. Der einzige Tiefpunkt war die Tour de Suisse wo ich nach 2 Stürzten verletzt aufgaben musste.  Dennoch war es meine mit Abstand beste Saison.

Marcel Wyss am Zeitfahren der Bayern Rundfahrt 2

Pro-Continental 2012, Team NetApp

Die Saison begann denkbar schlecht. Am 1. Januar stand ich nach dem Aus vom Team Geox noch ohne Vertrag da. Mir blieb nichts anderes übrig als in der 3. Liga anzuklopfen. Beim Team Atlas wo ich schon 2007 und 2008 war fuhr ich bis Mitte März. Dann wurde beim Team NetApp ein Platz frei und plötzlich sah es gut aus als würde ich auch in diesem Jahr den Giro fahren. Doch dann konnte ich wegen einer Entzündung fast 2 Monate keine Rennen fahre. Ich brauchte lange um wieder ein normales Niveau zu erreichen. Die Österreich Rundfahrt im Juli war das einzige Mal, wo ich mein Potenzial zeigen konnte. Kurz darauf kehrte die Entzündung zurück und nun musste operiert werde. So konnte ich zwar das Problem für immer beheben, doch die Saison war gelaufen. Zum Glück hatte ich fürs nächste Jahr bereits ein super Team gefunden.

Pro-Continental 2011, Team Geox – TMC

Mein Ziel in diesem Jahr war es, wieder auf das gleiche Niveau zu kommen wie vor der Verletzung. Zwar hatte ich Ende 2010 noch einige Rennen bestritten, doch ich hatte keine Ahnung wie weit sich mein Körper verändert hatte und wie viel Muskeln noch fehlten. Und es dauerte dann auch sehr lange bis ich in Form kam. Erst bei der Tour de Romandie konnte ich eine gute Leistung zeigen. Leider fehlte dann beim Zeitfahren die Kraft um den Top-10 Platz vom Vorjahr zu wiederholen und so fuhr ich auf den 19. Rang. Beim Giro jedoch hatte ich das Gefühl wieder der alte zu sein. Bei der Bergankunft am Monte Zoncolan verpasste ich die ersten 20 nur knapp. Dann vermasselte mir eine Erkältung die letzte Giro Woche. In der folge startet ich an der Slowenien Rundfahrt und der Österreich Rundfahrt. Hier verpasste ich mein ersten Profisieg nur ganz knapp. Nach einer 160 Km Flucht wurde ich als letzter der Gruppe erst 150 Meter vor dem Ziel eingeholt. Was für ein Frust. Zum Schluss kam noch die Tour of Utah. Nach diesem Rennen hatte ich schon zu viele Renntage, sodass ich meine Saison Ende August beendete.
Pro-Continental 2010, Cervélo Test Team

Es war ein sehr turbulentes Jahr und zwar positiv und negativ. Aber alles der Reihe nach.
Obwohl es mir am Anfang des Jahres schwer viel in Schwung zu kommen, hatte ich Ende April das erste Mal als Profi ein Niveau erreicht, um mit der Weltspitze mitzuhalten. Obwohl die Tour de Romandie nur als Vorbereitung für den Giro gedacht war, gelang mir mit dem 8. Gesamtrang den Sprung in die ProTour Punkte. Auch beim Giro konnte ich meine Form bestätigen. Dies zwar weniger mit Resultaten, aber dafür mit viel wertvoller Arbeit für Carlos Sastre. Zuversichtlich nahm ich danach die Tour de Suisse ins Visier. Doch  als ich mir bei einem Sturz in Gippingen die Patellasehne durchschnitt, war die Saison so gut wie gelaufen. Zwar konnte ich im Oktober noch einige Rennen fahren aber der Kraftverlust war riesig. Trotz dieser langen Verletzungspause fand ich für die nächsten Saison eine neue Mannschaft: Team Geox – TMC

Pro-Continental 2009, Cervélo Test Team

In meiner ersten Profisaison hatte ich mit dem Cervélo TestTeam ein ideales Team als Einstieg gefunden. Mein Rennprogramm war nicht zermürbend aber mit vielen grossen Rennen für meine Entwicklung sehr wertvoll. Obwohl ich meistens für das Team arbeitete, konnte ich doch bei einigen Rennen etwas zeigen. Bei dem Ardennenklassiker Liège-Bastogne-Liège bildete ich die Spitzengruppe, die grosse Teile des Rennens prägte. Bei der Tour de Romandie konnte ich mich im Gesamtklassement in den ersten 20 halten und beim Prolog der Tour de Suisse fuhr ich auf den 13. Rang.

U23 / Continental 2008, Atlas – Romer’s Hausbäckerei

Meine 2. Saison beim Team Atlas – Romer’s war zugleich meine letzte Saison in der U23 Kategorie und es war die Beste bis zu diesem Zeitpunkt. Ich erzielte an der Rundfahrt Fleche du Sud die ersten zwei Profisiege. Bei den U23 Rundfahrten in Thüringen und l’Avenir platzierte ich mich jeweils glücklos auf den Rängen vier und sechs. Dafür  gelang mir ein perfektes WM Zeitfahren mit dem 4. Rang in Varese. Dass ich dabei eine Medaille nur um 7 Sekunden verpasst habe schmerzte nur im ersten Moment. Sicher auch darum weil ich zu diesem Zeitpunkt bereits ein Vertrag beim neu gegründeten Cervélo Test Team unterschrieben hatte.

U23 / Continental 2007, Atlas – Romer’s Hausbäckerei

Ich wechselte vom Spanischen Nachwuchsteam ins neu gegründete Deutsche Nachwuchsteam von Saunier Duval, zum Continental Team Atlas Romer’s Hausbäckerei. Hier bestritt ich zum ersten Mal Rennen der Kategorie 1.HC und 1.1. Bereits beim 2. Profirennen „Rund um den Henninger Turm“ erreichte ich mein bisher wertvollstes Karrierenresultat: Rang 5. Im selben Monat konnte ich mich aber auch bei den Rennen Bastogne-Liège U23 und der Fleche du Sud toll in Szene setzten. Leider plagte ich mich danach ganze drei Monate mit einer Erkältung rum und gleich anschliessend mit extremen Muskelverspannungen. Ohne diese Probleme währe aus einer guten Saison, ein super Saison geworden.

U23 / Elite 2006, Saunier Duval

Mit dem Wechsel zum U-23 Team vom Spanischen Saunier-Duval Profiteam, tat ich den grössten Schritt in Richtung Profi-Vertrag. Zudem lernte ich in einer 5-wöchigen Sprachschule mich auf Spanisch zu verständigen.
Die Höhepunkte setzte ich an den grossen Rundfahrten. Am 7-tägigen Circuito Montañes bestritt ich erstmals eine einwöchige Rundfahrt. Mit einem 10. Rang an der Thüringen-Rundfahrt und einem 5. Rang am GP Tell zeigte ich einmal mehr, dass ich ein Rundfahrtenspezialist bin.

U23 / Amateur 2005, Team Fidibc.com

Ich wechselte zum Tessiner Team fidibc.com. Hier war mein Ziel möglichst schnell die Elite-Punkte zu machen. Mit dem Sieg in Frauenfeld hatte ich dies bereits im Mai geschafft. An der Main-Franken Tour mit der Nationalmannschaft wurde ich an einer Etappe 2. Und im Gesamtklassement wurde ich als bester Schweizer 5. Doch das Beste Resultat erzielte ich an einem Internationalen Elite-Rennen in Italien. Dort erreichte ich als bester U-23 Fahrer den 3. Rang. Im nationalen Jahresklassement wurde ich 2.

Junioren 2004, Team Schumacher

Ein bomben Jahr war es. Fast keine Tiefs. Ein Rennen besser als das andere. Diese Rennhärte holte ich mir an den Internationalen Rundfahrten. In dem Monat Mai beispielsweise, hatte ich 1500 Rennkilometer und nur 500 Trainingskilometer. Höhenpunkte waren der Schweizermeistertitel in Pfaffnau, der Sieg beim Handicaprennen in Lausanne und der 3 Rang beim GP Rüebliland. Ausgerechnet bei der WM in Verona zog ich einen schlechten Tag: Rang 43. Im Nationalen Jahresklassement war ich 2. im Weltcup 20.

Junioren 2003, Team Schumacher

Dank den guten Resultaten bei den Anfängern bekam ich einen Vertrag bei der GS Schumacher und wurde auch in die Nationalmannschaft aufgeboten. Leider begann aber die Saison nicht gut. Wegen vielen Krankheiten im Frühling kam ich bis zur Saisonhälfte nie richtig in Form. Ein zweiter Rang in Monthey, der 6. Rang an der Berg SM, der 11. Rang an der SM in Gansingen und der 18. Schlussrang an der Weltcuprundfahrt in Österreich war das Beste. Ein tolles Erlebnis war dann noch die Teilnahme an der Radquer Europameisterschaft im Tschechischen Tabor, Rang 33.

Anfänger 2001 – 2002, VC Bärau

Mit 15 Jahren, bei der Kategorie Anfänger,  begann ich erste Erfahrungen auf Nationaler Ebene zu Sammeln. Mein Betreuer Walter Studer begleitete mich an jedes Rennen und gab mir wertvolle Tipps. Im Nationalen Jahresklassement belegte ich den 32. Schlussrang. Das beste Resultat war ein 5. Rang in Reiden. Ich wurde auch Kantonalmeister was damals für mich ein riesiger Erfolg war.
Das zweite Jahr Anfänger war nun auch auf Nationaler Ebene ziemlich erfolgreich, obwohl ich kein einziges Strassenrennen gewonnen habe. Ich belegte meist den 4. Rang oder sonst immer unter den ersten 10. Im Jahresklassement wurde ich 5. Im Winter fuhr ich Radquerrennen, wobei ich das Internationale Neujahrsquer in Russikon gewinnen konnte.

Schüler 1999 und 2000, VC Bärau

Ich trat dem Velo Club Bärau bei und fuhr bei der Kategorie Schüler zwei Jahre lang vorerst fast nur Regionale und Kantonale Rennen, leider mit keinem Erfolg. Grund dafür war auch ein schwerer Trainingsunfall in einer Abfahrt mit 50 Km/h, wobei ich Kopf voran in eine Holzhütte knallte.

Eishockey 1992 bis 1998, SC Langnau

Mit 6 Jahren habe ich mich bereits das erste Mal aufs Glatteis gewagt. Ich spielte Eishockey beim SC Langnau. Ich durchlief die Stationen Bambini 1992 bis 1994, Piccolo 1994 bis 1996, und Moskito 1996 bis 1998. In meiner letzten Saison war ich linker Verteidiger im 1. Block.
Doch mein Weg war absehbar und zwar nicht in dieser Sportart. Denn ich konnte weder stark schiessen, noch war ich technisch gut. Meine einzige Stärke war die Ausdauer.
So wechselte ich 1999 mit 13 Jahren die Sportart und machte das wofür mein Körper am Besten geeignet war: Radrennsport.