Österreich Rundfahrt 1. – 8.7.12

Rang 8 im Gesamtklassement

Wie bereits im letzten Jahr stand ich auch in diesem Jahr am Start der Ö-Tour. Es ist gezwungenermassen mein Saison-Highlight weil ich auf den Giro Krankheitsbedingt verzichten musste. So war ich top motiviert da meine Formkurve nach dem Comeback im Mai steil nach oben zeigt.

Die erste Etappe rund um Innsbruck war geprägt von der Hitze. Ich hatte das Gefühl, dass nicht nur ich Probleme mit den 36 Grad hatten. Ich war froh, dass ich im harten Finale keine Zeit verlor. Ich wurde 35. im Massensprint.

Bereits am zweiten Tag sollte sich zeigen wie meine Form war. Denn es ging auf das Kitzbüheler Horn mit einer Durchschnittssteigung von 12% und maximal 22% und das auf knapp 8 Km. Nachdem es beim Start in Innsbruck noch geregnet hatte, war es im Ziel wieder sehr heiss. Ich wurde von meinem Team in optimaler Position in den Berg rein gefahren. Ich fand sofort den richtigen Rhythmus und konnte gegen Ende noch aufdrehen. Allerdings waren 9 Fahrer stärker als ich und so kam ich als 10. mit 1:17 Minuten Rückstand ins Ziel. Ich war sehr zufrieden mit der Leistung da ich mich gegenüber vom letzten Jahr deutlich steigern konnte obwohl das Fahrerfeld besser besetzt war.

Am dritten Tag war es recht ruhig und es kam trotz 2000 Höhenmetern zum Massensprint wo ich wie als 35. ins Ziel rollte.

Nun stand die Königsetappe an mit dem 2500 Meter hohen Grossglockner. Doch bereits am ersten von sechs Bergen fiel das Feld total auseinander und es blieben nur 20 Fahrer übrig. Am Grossglockner setzten sich dann zwei Fahrer ab und zwar mein Teamkollege Leo König und Jakob Fuglsang. Diese beiden waren die stärksten und machten auch den Etappensieg untereinander aus. Es gewann Fuglsang der auch das Leadertrikot übernahm. Ich fühlte mich sehr gut, konnte aber nichts unternehmen weil ja Leo vorne war. Aber im Sprint bergauf zum Ziel konnte ich immerhin auf den 5 Etappenrang sprinten.

Die längste Etappe war recht flach. Nur die letzten 3 der 230 Km führten steil bergauf. Doch bei mir ging es heute nur um das Gesamtklassement. Weil den Etappensieg machte eine 12er Ausreissergruppe unter sich aus. Diese wurde fahren gelassen, weil niemand im Gesamtklassement den Leader gefährden konnte. Auch heute fühlte ich mich gut und ich konnte einige direkte Konkurrenten distanzieren. Als 5. vom Feld als total auf Rang 17 kam ich ins Ziel und verbesserte mich auf den 9. Gesamtrang.

Auf der 6. Etappe wollte ich eigentlich etwas Kräfte sparen. Doch es kam alles ganz anders. Denn ohne richtig zu wollen fand ich mich plötzlich in einer grossen Spitzengruppe wieder. Ich war der best klassierte Fahrer im Gesamtklassement und wenn die Gruppe harmoniert hätte, wäre das Leadertrikot möglich gewesen. Doch weil ich eben so gut platziert war verweigerten die anderen die Führungsarbeit und beschimpften mich weil klar war, dass so das Feld hinten jagt machen würde. So musste ich mich wieder ins Feld zurück fallen lassen um nicht der Buhmann zu sein. Nun konnte sich die Gruppe absetzen. Tja so läuft das halt.

Doch gegen Ende war die vermeintlich leichte Etappe so schwer, dass die Gruppe vorne auseinander fiel und eingeholt wurde. Doch auch ich war total platt denn die 41 Grad waren brutal. Ich kämpfte mich noch auf den 13. Etappenrang und büsste zum Glück keine Zeit ein.

Am vorletzten Tag stand nun das alles entscheidende Zeitfahren an. 24 Km total flach. Und wieder war es brutal heiss. Ich holte das letzte aus mir heraus und fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 Km/h auf dem 20. Etappeplatz. Damit konnte ich einen weiterer Rang in der Gesamtwertung gut machen und lag nun auf dem 8. Rang.

Die letzte Etappe war total flach und nur 120 Km lang. Mitten in der Stadt Wien ging sie mit einem Massensprint zu Ende. Ich sprintete nicht sonder versuchte nur heil durch zu kommen. Somit beendete ich die Rundfahrt auf einem guten 8 Rang.

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