Bayern Rundfahrt 23.5.12 – 27.5.12

Nach meinem erfolgreichen Comeback bei dem Rennen Neuseenclassic, wollte ich bei der fünftägigen Bayern Rundfahrt endgültigen in den Rennrhythmus zurückfinden. Die ersten beiden Etappe waren sehr schwer und ich musste auch viel Arbeit für meine Teamkollegen verrichten. Aber es machte Spass vorne am Feld zu fahren und Ausreissergruppen zu jagen. Auch die langen Distanzen von 200 Km machten mir erstaunlicherweise keine Mühe. Dies erstaunt schon, weil mein Trainingspensum nach meiner Krankheit bei Durchschnittlich 100 Km lag. Jedenfalls beendete ich die beiden ersten Etappen immer im Hauptfeld auf den Rängen 59 & 30. Auf der dritten Etappe wollte ich dann selbst einmal in die Spitzengruppe. Doch bereits auf dem ersten Tageskilometer wurde ich unverschuldet in einen Massensturz verwickelt. Ich krachte so unglücklich zu Boden, dass ich mir den Gesässmuskel so stark prellte, dass dieser total blockiert war. Total enttäuscht musste ich die Rundfahrt aufgeben. Ich hatte wirklich das Gefühl jeden Tag besser zu werden und nun konnte ich kaum mehr auf das rechte Bein abstehen.

Comeback an den Neuseenclassics 20.05.2012

Nach 2 Monaten konnte ich mir endlich wieder einmal eine Startnummer ans Trikot heften. Obwohl ich erst seit 2 Wochen wieder im Training war und den Formstand eines Amateurs hatte, startete ich beim Deutschen Eintagesrennen Neuseenclassic in der Nähe von Leipzig. Das 185 Km lange Rennen war aufgrund der Streckenführung und dem Profil eher einfach und somit perfekt als Wiedereinstieg nach der langen Krankheit.

Weil wir den Vorjahressieger und Hauptfavorit im Team hatten, konnte ich aber nicht einfach so mitrollen, sondern musste direkt vorne am Feld Führungsarbeit verrichten um die Spitzengruppe wieder einzuholen. Denn wir wollten einen Massensprint erzwingen für unseren Sprinter Andre Schulze. 20 Km vor dem Ziel war die Spitzengruppe eingeholt und ich hatte meine Arbeit getan. Und tatsächlich spurtete mein Teamkollege zum Sieg und belohnt die Arbeit vom ganzen Team. Comeback geglückt könnte man da sagen? Ja aber, sage ich! Denn das Niveau bei diesem Rennen war nicht allzu hoch und bereits bei meinem nächsten Rennen der Bayern Rundfahrt werde ich wirklich sehen wo ich stehe. Denn das Starterfeld bei der am Mittwoch beginnenden Rundfahrt ist um ein vielfaches besser und die Strecke länger und schwieriger. Durchkommen ist da mein Ziel!